ANGEDACHT

Stille

Nun ist es tatsächlich schon so weit: Das Jahr geht in die Endphase. Dabei war doch eben noch Sommer, zumindest gefühlt. Die Zeit rennt. Und das eine oder andere scheint einem sprichwörtlich durch die Hände zu rinnen. Vieles hätte man im Rückblick noch gern geschafft, anderes mit mehr Zeit besser gemacht. Die schnelllebige Zeit hinterlässt das ungute Gefühl, nicht immer auf der Höhe der selbigen zu sein. Man läuft Gefahr, in das Treiben mit einzustimmen. Nicht nur, dass man selbst seine Ziele immer weiter steckt, als es vielleicht gut wäre, auch von außen steigen die Ansprüche und das „da geht noch was“ wird zum unliebsamen Antreiber. Und ich muss zugeben, dass ich selbst nicht davor gefeit bin, dem auf dem Leim zu gehen, sondern in die gleiche Kerbe haue: „Da geht noch was!“

Doch tatsächlich ist es so, dass wir zum Schaffen geschaffen sind. Aber unsere Arbeit sollte nicht uns schaffen. Nicht die alltägliche und auch nicht die Gemeindearbeit. Nicht umsonst hat Gott einen Ruhetag eingelegt und uns bestimmt diesen einzuhalten. Und nicht umsonst hat Jesus immer wieder die innere Einkehr gesucht, um im Einklang mit dem Vater zu bleiben. Wir brauchen in unserem Alltag eine Balance, die uns in einem gesunden Gleichgewicht zwischen Anspruch und Machbarkeit hält. Nicht eine selbst auferlegte Work-Life-Balance, sondern eine durch Gott aufgezeigte Lebensweise, die einen Unterschied macht zu dem, was uns der Mainstream meint vorgeben zu müssen. Ein Unterschied, dessen Ursprung nicht in meinem Egoismus begründet ist, sondern als ein Resultat der Liebe Gottes sichtbar wird. Dabei fordert Gott uns heraus, diese Liebe immer wieder neu zu erkennen und zu ergründen. Einmal mehr in der weihnachtlichen Stille an der Krippe.

Wir wünschen eine besinnliche Adventszeit und gesegnete Weihnachten.

Eure Arche Pinneberg

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