Wasser ist ein wunderbares Element, das in vielen verschiedenen Formen genutzt wird und dadurch auch viele Bedeutungen hat. Wenn wir unsere Pflanzen gießen, damit sie wachsen können, dann ist Wasser der Grund, warum Leben überhaupt entstehen kann. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Aber Wasser hat auch etwas Bedrohliches und Zerstörerisches, wenn wir an Starkregen oder Sturmfluten denken.
All das ist der Bibel nicht fremd, und gerade in der Taufe finden sich diese Gedanken wieder. In der Taufe geht es sowohl um den Tod als auch um das Leben. Alte Dinge werden beerdigt und neue beginnen. Das wird in einem Bibelvers aus dem Kolosserbrief sehr deutlich. Dort heißt es: „Denn durch die Taufe ist euer altes Leben beendet; durch sie wurdet ihr mit Christus begraben. Ebenso seid ihr auch mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden durch den Glauben […].“ (Kapitel 2, Vers 12). Dabei wird die bewusste und ganz persönliche Entscheidung, das alte Leben hinter sich zu lassen, um Jesus nachzufolgen und mit Gott ein neues Leben zu beginnen, durch das Untertauchen im Wasser, die sogenannte Glaubenstaufe, öffentlich bezeugt.
Warum keine Kinder- oder Säuglingstaufe?
Untersuchen wir die Bibel auf diese Frage hin, werden wir feststellen, dass nirgendwo von einer Säuglings- oder Kindertaufe die Rede ist. Diese besondere Form der Taufe wurde erst im Laufe der Kirchengeschichte eingeführt.
Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis, das zeigt, dass man sich für ein Leben mit Jesus entschieden hat. Da ein Säugling diese Entscheidung noch nicht treffen kann, ist das Besprengen von Säuglingen mit Wasser biblisch gesehen nicht mit einer Taufe gleichzusetzen. Aus der Bibel erkennen wir, dass es Jesus ein Herzensanliegen war, Kinder zu segnen. Diesem wunderbaren Beispiel folgen wir sehr gerne.
Wenn sich jemand trotz Kindertaufe aufgrund seines Glaubens zu einem späteren Zeitpunkt in seinem Leben taufen lässt, handelt es sich nicht um eine Wiedertaufe. Wir verstehen die Taufe in diesem Fall als Ausdruck der persönlichen Entscheidung, Jesus nachzufolgen, sowie als Vollendung eines Weges, der mit der Segnung als Kind begonnen hat.
Und wenn ich mich taufen lassen möchte?
Grundsätzlich braucht man für die Taufe kein besonderes Wissen oder eine lange Vorlaufzeit. Zu biblischen Zeiten war die Taufe oft der erste Glaubensschritt der Menschen, nachdem sie Jesus in ihr Leben eingeladen hatten. Trotzdem solltest du dich gut auf deine Taufe vorbereiten. Deshalb laden wir alle, die sich taufen lassen möchten, zu einem Taufgespräch ein. Ist die Taufe dein nächster Glaubensschritt? Dann sprich uns an!