Ich habe die Angewohnheit, wenn ich bei meinem Lieblingsdiscounter einkaufen bin, meinen Einkaufswagen irgendwo zu parken, um die Dinge auf meiner Einkaufsliste schnell und effizient einsammeln zu können, ohne das Ungetüm durch die manchmal engen Regalgassen schieben zu müssen. Doch leider kommt es vor, dass ich beim Zusammensuchen der Beute vergesse, wo ich meinen Wagen stehengelassen habe. Oft stehe ich dann etwas irritiert dreinblickend mit meinen Sachen verloren in dem weitläufigen Geschäft und frage mich: Wer hat meinen Wagen weggeschoben? Natürlich hat das keiner getan. Vielmehr habe ich mich von dem Standort des Wagens entfernt und dabei offensichtlich abgelenkt von den verlockenden Angeboten, seinen Standort vergessen.
Das klingt jetzt etwas banal. Ernsthafter ist die Frage nach meinem Standort in meinem Leben. Wo befinde ich mich? Sind mir meine Wege bewusst, die ich gehe? Wie stehe ich zu den Menschen um mich herum? Und: Welche Rolle spielt Gott bei meiner Standortbestimmung? In unserer heutigen schnelllebigen Zeit spielt es eine immer wichtigere Rolle, sich die Zeit zu nehmen, um sich seines Standortes bewusst zu sein und Antworten auf diese Fragestellungen zu haben. Denn sie lassen mich sicher sein. Sie geben mir Halt und die nötige Ruhe, mein Leben bewusst in bestimmte Richtungen zu lenken. Doch eine solche Standortbestimmung kann nicht nur zu dem verlorenen Einkaufswagen führen. In meinem Leben kann sie auch Angst hervorrufen, sodass ich den Blick auf mein momentanes Leben lieber vermeide. Denn ich ahne oder ich weiß, dass ich nicht dort bin, wo ich sein sollte. Ich stehe irritiert auf meinem Lebensweg und suche nach dem Halt, der mich sicher sein lässt. Wer hilft mir, meine Position zu verlassen? Wer schafft Veränderung, Vertrauen und auch den Mut, neue Wege zu gehen? Wer hilft mir, auf Menschen zuzugehen und Beziehungen zu heilen? Mein Discounter sicherlich nicht. Aber Gott kann. Er sagt: „Ich werde das Verlorene suchen und das Verirrte nach Hause bringen. Ich werde das Verletzte verbinden und das Kranke stärken.“ (Die Bibel, Hesekiel 34,16).